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{{Infobox Schauspieler
| Name = Beaufort Jackson Freeman
| Bild = BeaufortFreeman.jpg
| Geboren = 16. Juli 1972
| Geburtsort = Tel Aviv-Jaffa, Israel
| Staatsangehörigkeit = US-amerikanisch
| Beruf = Schauspieler
| Bekannt = Detective Dad
| Aktiv = 1993–2006
| Wohnort = Vinewood Hills, Los Santos
| Auszeichnungen = Stern auf dem Vinewood Walk of Fame (2003)
}}
'''Beaufort Jackson Freeman''' (''16. Juli 1972 in Tel Aviv-Jaffa'') ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch die Hauptrolle des Privatdetektivs Bo („Onkel Bo“) in der Fernsehserie ''[[Detective Dad]]'' (1995–2005) bekannt wurde. Während die Serie in den Vereinigten Staaten nur begrenzten Erfolg hatte, entwickelte sie sich in Israel und Deutschland zu einer Kultproduktion, wodurch auch Freeman rückblickend größere Bekanntheit erlangte. Freeman galt während der Produktionszeit als schwierig in der Zusammenarbeit und machte wiederholt durch Alkoholprobleme und öffentliche Eskapaden Schlagzeilen.
'''Beaufort Jackson Freeman''' (''16. Juli 1972 in Tel Aviv-Jaffa'') ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch die Hauptrolle des Privatdetektivs Bo („Onkel Bo“) in der Fernsehserie ''[[Detective Dad]]'' (1995–2005) bekannt wurde. Während die Serie in den Vereinigten Staaten nur begrenzten Erfolg hatte, entwickelte sie sich in Israel und Deutschland zu einer Kultproduktion, wodurch auch Freeman rückblickend größere Bekanntheit erlangte. Freeman galt während der Produktionszeit als schwierig in der Zusammenarbeit und machte wiederholt durch Alkoholprobleme und öffentliche Eskapaden Schlagzeilen.


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Über Freemans schulische Ausbildung ist wenig bekannt. Vor seiner ersten größeren Rolle arbeitete er unter anderem als Barkeeper, Statist und Verkäufer, bevor er bei einem Casting für eine Fernsehproduktion entdeckt wurde.
Über Freemans schulische Ausbildung ist wenig bekannt. Vor seiner ersten größeren Rolle arbeitete er unter anderem als Barkeeper, Statist und Verkäufer, bevor er bei einem Casting für eine Fernsehproduktion entdeckt wurde.


Produzent David Richards sagte später über das Casting:<blockquote>„Er kam rein, setzte sich hin, und wir wussten sofort: Der spielt das nicht. Der ist so.“</blockquote>
Produzent David Richards sagte später über das Casting:<blockquote>„Er kam rein, setzte sich hin, und wir wussten sofort: Der spielt das nicht. Der ist so.“</blockquote>


== Detective Dad ==
== Karriere ==
[[Datei:Detective-Dad-Poster.jpg|mini|Detective Dad Poster für die neunte und letzte Staffel]]
=== Detective Dad ===
1995 wurde Freeman für die Hauptrolle in der von Richards Majestic Productions produzierten Fernsehserie ''Detective Dad'' verpflichtet. Er spielte den chaotischen Privatdetektiv Bo, der drei Kinder bei sich aufnimmt und gemeinsam mit ihnen Fälle löst.
1995 wurde Freeman für die Hauptrolle in der von Richards Majestic Productions produzierten Fernsehserie ''Detective Dad'' verpflichtet. Er spielte den chaotischen Privatdetektiv Bo, der drei Kinder bei sich aufnimmt und gemeinsam mit ihnen Fälle löst.


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Trotz dieser Probleme wurde Freeman nie aus der Serie entlassen. Produzent Richards erklärte später, ein Austausch des Hauptdarstellers sei unmöglich gewesen, da die Serie vollständig auf seiner Darstellung aufgebaut habe.
Trotz dieser Probleme wurde Freeman nie aus der Serie entlassen. Produzent Richards erklärte später, ein Austausch des Hauptdarstellers sei unmöglich gewesen, da die Serie vollständig auf seiner Darstellung aufgebaut habe.
Ende der 1990er-Jahre kam es während der Dreharbeiten zur siebten Staffel von <nowiki>''</nowiki>Detective Dad<nowiki>''</nowiki> zu einer längeren Produktionspause, nachdem Freeman mehrere Tage nicht am Set erschien. Offiziell wurde dies mit gesundheitlichen Problemen erklärt. Später berichteten Boulevardmedien, dass sich der Schauspieler zu dieser Zeit für einige Wochen in Behandlung im [[Parsons Rehabilitation Center]] in Los Santos befunden habe.
Weder Freeman noch die Produktion bestätigten den Aufenthalt öffentlich. In Interviews aus den frühen 2000er-Jahren bezeichnete Freeman die Zeit lediglich als „eine Phase, in der alles etwas zu viel wurde“.
Mehrere ehemalige Mitarbeiter erklärten später, dass sich sein Verhalten nach dieser Pause zunächst stabilisierte, die Probleme jedoch in den letzten Jahren der Serie erneut zunahmen.


=== Verhältnis zu den Kinderdarstellern und spätere Kontroversen ===
=== Verhältnis zu den Kinderdarstellern und spätere Kontroversen ===
Während der frühen Staffeln galt Freemans Verhältnis zu den drei Kinderdarstellern als weitgehend professionell. Mehrere Beteiligte beschrieben ihn als unberechenbar, aber gegenüber den jüngeren Schauspielern meist korrekt. Produzent David Richards erklärte später, dass Freeman am Set zwar schwierig gewesen sei, jedoch „eine besondere Geduld mit den Kindern“ gehabt habe.
Während der frühen Staffeln galt Freemans Verhältnis zu den drei Kinderdarstellern als weitgehend professionell. Mehrere Beteiligte beschrieben ihn als unberechenbar, aber gegenüber den jüngeren Schauspielern meist korrekt. Produzent David Richards erklärte später, dass Freeman am Set zwar schwierig gewesen sei, jedoch „eine besondere Geduld mit den Kindern“ gehabt habe.


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Ein Kritiker schrieb rückblickend in einem Fernsehmagazin:<blockquote>„Nichts daran war illegal. Aber vieles fühlte sich falsch an.“</blockquote>Seit dem Vorfall zog sich Freeman weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Öffentliche Auftritte wurden seltener, Interviews gab er nur noch vereinzelt.
Ein Kritiker schrieb rückblickend in einem Fernsehmagazin:<blockquote>„Nichts daran war illegal. Aber vieles fühlte sich falsch an.“</blockquote>Seit dem Vorfall zog sich Freeman weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Öffentliche Auftritte wurden seltener, Interviews gab er nur noch vereinzelt.


== Zusammenarbeit mit Charles Baker ==
=== Zusammenarbeit mit Charles Baker ===
Der Drehbuchautor Charles Baker gilt als einer der wichtigsten kreativen Köpfe hinter <nowiki>''Detective Dad''</nowiki>. Nach Angaben von Richards Majestic Productions war Baker maßgeblich daran beteiligt, die Figur des Privatdetektivs Bo zu entwickeln, und setzte sich während der frühen Produktionsphase dafür ein, Beaufort Jackson Freeman für die Hauptrolle zu besetzen.
Der Drehbuchautor Charles Baker gilt als einer der wichtigsten kreativen Köpfe hinter <nowiki>''Detective Dad''</nowiki>. Nach Angaben von Richards Majestic Productions war Baker maßgeblich daran beteiligt, die Figur des Privatdetektivs Bo zu entwickeln, und setzte sich während der frühen Produktionsphase dafür ein, Beaufort Jackson Freeman für die Hauptrolle zu besetzen.


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Berichten zufolge besuchte Freeman ihn zusammen mit [[Anna-Grace Black-Schmidt]], [[Jonathan Miller]] und [[Samantha Steinmann]] wenige Monate vor dessen Tod im Jahr 2010. Über den Inhalt des Treffens existieren keine gesicherten Angaben. Mehrere ehemalige Kollegen erklärten später jedoch, dass es dabei zu keiner wirklichen Aussöhnung gekommen sei. Baker habe bis zuletzt den Eindruck gehabt, dass Freeman sich während der entscheidenden Jahre der Produktion nicht für ihn eingesetzt habe, obwohl er maßgeblich an dessen Karriere beteiligt gewesen sei.
Berichten zufolge besuchte Freeman ihn zusammen mit [[Anna-Grace Black-Schmidt]], [[Jonathan Miller]] und [[Samantha Steinmann]] wenige Monate vor dessen Tod im Jahr 2010. Über den Inhalt des Treffens existieren keine gesicherten Angaben. Mehrere ehemalige Kollegen erklärten später jedoch, dass es dabei zu keiner wirklichen Aussöhnung gekommen sei. Baker habe bis zuletzt den Eindruck gehabt, dass Freeman sich während der entscheidenden Jahre der Produktion nicht für ihn eingesetzt habe, obwohl er maßgeblich an dessen Karriere beteiligt gewesen sei.


Ein ehemaliger Autor der Serie sagte in einer Dokumentation:<blockquote>„Charles hat ihn groß gemacht.  
Ein ehemaliger Autor der Serie sagte in einer Dokumentation:<blockquote>„Charles hat ihn groß gemacht. Und als es darauf ankam, hat Beaujack nichts gesagt. Das hat er ihm nie verziehen.“</blockquote>Freeman selbst äußerte sich zu diesem Treffen nur einmal kurz und erklärte, er habe Baker „seinen Respekt zeigen wollen“, wolle aber keine Details öffentlich besprechen.  
 
Und als es darauf ankam, hat Beau nichts gesagt.  
 
Das hat er ihm nie verziehen.“</blockquote>Freeman selbst äußerte sich zu diesem Treffen nur einmal kurz und erklärte, er habe Baker „seinen Respekt zeigen wollen“, wolle aber keine Details öffentlich besprechen.  
2010 starb Charles Baker im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. In mehreren Nachrufen wurde erwähnt, dass Baker bereits seit den 1990er Jahren HIV-positiv gewesen war, dies jedoch erst spät öffentlich gemacht hatte.
2010 starb Charles Baker im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. In mehreren Nachrufen wurde erwähnt, dass Baker bereits seit den 1990er Jahren HIV-positiv gewesen war, dies jedoch erst spät öffentlich gemacht hatte.


Freeman veröffentlichte nach Bakers Tod eine kurze schriftliche Stellungnahme, in der er ihn als „wichtigen Teil der frühen Jahre von Detective Dad“ bezeichnete. Dass er sich während der Produktionszeit nicht öffentlich für Baker eingesetzt hatte, wurde von Fans und ehemaligen Mitarbeitern später wiederholt kritisiert. Ein ehemaliger Kameramann sagte rückblickend:<blockquote>„Ohne Baker hätte es die Serie nie gegeben. Und ohne die Serie hätte niemand gewusst, wer Beaufort Freeman ist.“</blockquote>
Freeman veröffentlichte nach Bakers Tod eine kurze schriftliche Stellungnahme, in der er ihn als „wichtigen Teil der frühen Jahre von Detective Dad“ bezeichnete. Dass er sich während der Produktionszeit nicht öffentlich für Baker eingesetzt hatte, wurde von Fans und ehemaligen Mitarbeitern später wiederholt kritisiert. Ein ehemaliger Kameramann sagte rückblickend:<blockquote>„Ohne Baker hätte es die Serie nie gegeben. Und ohne die Serie hätte niemand gewusst, wer Beaufort Freeman ist.“</blockquote>
== Späte Jahre ==
=== Späte Jahre ===
Nach dem Ende von ''Detective Dad'' im Jahr 2005 erhielt Freeman nur noch wenige Rollenangebote. Mehrere angekündigte Projekte wurden nicht realisiert, und der Schauspieler zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.
Nach dem Ende von ''Detective Dad'' im Jahr 2005 erhielt Freeman nur noch wenige Rollenangebote. Mehrere angekündigte Projekte wurden nicht realisiert, und der Schauspieler zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.


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Ein Kritiker schrieb rückblickend:<blockquote>„Freeman war kein guter Schauspieler im klassischen Sinne, falls überhaupt. Aber ohne ihn hätte Detective Dad nicht funktioniert.“</blockquote>
Ein Kritiker schrieb rückblickend:<blockquote>„Freeman war kein guter Schauspieler im klassischen Sinne, falls überhaupt. Aber ohne ihn hätte Detective Dad nicht funktioniert.“</blockquote>
== Privatleben ==


== Privatleben ==
Beaufort Jackson Freeman lebt seit vielen Jahren zurückgezogen in einem Anwesen in den Vinewood Hills. Über sein Privatleben ist nur wenig bekannt. Öffentliche Beziehungen oder Partnerschaften wurden nie bestätigt, und Freeman trat über Jahrzehnte hinweg, falls überhaupt, fast ausschließlich allein bei Veranstaltungen oder Interviews auf.
Beaufort Jackson Freeman lebt seit vielen Jahren zurückgezogen in einem Anwesen in den Vinewood Hills. Über sein Privatleben ist nur wenig bekannt. Öffentliche Beziehungen oder Partnerschaften wurden nie bestätigt, und Freeman trat über Jahrzehnte hinweg, falls überhaupt, fast ausschließlich allein bei Veranstaltungen oder Interviews auf.


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Freeman selbst erklärte später, er habe sich bewusst entschieden, sein Privatleben von seiner Arbeit zu trennen. Beobachter sehen darin auch einen Grund dafür, dass er bis heute zu den am wenigsten zugänglichen ehemaligen Fernsehstars seiner Generation zählt.
Freeman selbst erklärte später, er habe sich bewusst entschieden, sein Privatleben von seiner Arbeit zu trennen. Beobachter sehen darin auch einen Grund dafür, dass er bis heute zu den am wenigsten zugänglichen ehemaligen Fernsehstars seiner Generation zählt.


== Auszeichnungen ==
Freeman nahm im Gegensatz zu mehreren seiner ehemaligen Kollegen nur selten an Veranstaltungen teil, die mit <nowiki>''</nowiki>Detective Dad<nowiki>''</nowiki> in Verbindung standen. Bei Fan-Conventions, Jubiläumssendungen oder Dokumentationen über Fernsehserien der 1990er-Jahre war er wiederholt nicht anwesend, obwohl andere Mitglieder der Besetzung teilnahmen.
Im Jahr 2003 erhielt Beaufort einen Stern auf dem Vinewood Walk of Fame. Die Auszeichnung wurde ihm während der späten Produktionsjahre von ''Detective Dad'' verliehen, als die Serie international bereits deutlich erfolgreicher war als in den Vereinigten Staaten.


Nach Angaben von Richards Majestic Productions wurde die Ehrung vor allem auf Initiative internationaler Vertriebspartner organisiert, da die Serie in Deutschland und Israel hohe Einschaltquoten erreichte, während sie in den USA weiterhin nur geringe Zuschauerzahlen hatte.
Nach Angaben von Samanta Steinmann wurde Freeman mehrfach zu Reunion-Projekten eingeladen, lehnte jedoch in den meisten Fällen ab oder reagierte nicht auf entsprechende Anfragen. Auch bei einer geplanten Fernsehdokumentation über Richards Majestic Productions im Jahr 2013 sagte er seine Teilnahme kurzfristig ab.


Die Zeremonie fand in kleinem Rahmen statt. Medienberichten zufolge erschien Freeman selbst nicht zur Enthüllung des Sterns. Offiziell wurde dies mit Terminproblemen erklärt, mehrere Magazine berichteten jedoch, dass sich der Schauspieler zu diesem Zeitpunkt bereits zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe.
Ein Produzent der Sendung erklärte später:<blockquote>„Wir hatten alle zusammen. Nur ihn nicht. Und ohne ihn fühlte es sich nie vollständig an.“</blockquote>Beobachter führen seine Zurückhaltung unter anderem auf die konfliktreichen letzten Jahre der Produktion, den Tod von Drehbuchautor Charles Baker sowie auf die späteren Ereignisse um Anna-Grace Black-Schmidt zurück. Freeman selbst gab dazu keine Stellungnahme ab.


Ein Journalist schrieb später:<blockquote>„Er bekam einen Stern zu einer Zeit, als kaum jemand in seinem eigenen Land wusste, wer er war.“</blockquote>Der Stern befindet sich nach Angaben der Stadt Los Santos weiterhin im Vinewood Boulevard, direkt vor den Türen des Doppler Cinemas, wird jedoch nur selten mit offiziellen Veranstaltungen in Verbindung gebracht.
== Rückzug aus der Öffentlichkeit ==


== Rückzug aus der Öffentlichkeit und Leben in den Vinewood Hills ==
Nach dem Ende von ''Detective Dad'' im Jahr 2005 zog sich Beaufort Jackson Freeman weitgehend aus der Film- und Fernsehbranche zurück. Mehrere angekündigte Projekte kamen nicht zustande, und Freeman trat nur noch selten öffentlich auf. Branchenberichte aus den späten 2000er-Jahren beschrieben ihn als zunehmend zurückgezogen lebend und schwer erreichbar für Produzenten.
Nach dem Ende von ''Detective Dad'' im Jahr 2005 zog sich Beaufort Jackson Freeman weitgehend aus der Film- und Fernsehbranche zurück. Mehrere angekündigte Projekte kamen nicht zustande, und Freeman trat nur noch selten öffentlich auf. Branchenberichte aus den späten 2000er-Jahren beschrieben ihn als zunehmend zurückgezogen lebend und schwer erreichbar für Produzenten.


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Seitdem gilt Freeman als nahezu vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Branchenkreise gehen davon aus, dass er weiterhin in seinem Haus in den Vinewood Hills lebt und nur noch über seinen Manager erreichbar ist.
Seitdem gilt Freeman als nahezu vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Branchenkreise gehen davon aus, dass er weiterhin in seinem Haus in den Vinewood Hills lebt und nur noch über seinen Manager erreichbar ist.


Ein Journalist schrieb 2020 rückblickend:<blockquote>„Freeman ist einer dieser Schauspieler, die nie wirklich verschwunden sind.
Im Spätsommer 2023 verließ Freeman überraschend Los Santos.
 
Boulevardmagazine berichteten später, dass er gemeinsam mit seinem damaligen Mitbewohner Trent Sanchez nach Israel gereist sei, nachdem ihm dort eine Rolle in einer neuen Fernsehserie angeboten worden war. Offizielle Bestätigungen gab es zunächst nicht, jedoch wurde sein Anwesen in den Vinewood Hills über längere Zeit unbewohnt vorgefunden, und Nachbarn erklärten, dass das Haus „monatelang völlig leer“ gestanden habe.
 
Mehrere Promi-Magazine veröffentlichten im Herbst 2023 Fotos von Freeman am Flughafen Ben Gurion sowie Berichte über mögliche Dreharbeiten in Tel Aviv. Das angekündigte Serienprojekt wurde jedoch nie offiziell vorgestellt, und Branchenportale berichteten später, dass die Produktion noch vor Beginn der Dreharbeiten eingestellt worden sei.
 
Freemans Mitbewohner Trent Sanchez blieb in Israel und gründete dort nach eigenen Angaben ein kleines IT-Startup. In Interviews erklärte er später, dass er sich entschieden habe zu bleiben, da er „dort ein neues Umfeld gefunden“ habe. Über sein Verhältnis zu Freeman äußerte er sich nur knapp und sagte, man habe „eine Zeit lang zusammengelebt, aber irgendwann unterschiedliche Wege eingeschlagen. Es war nett, solang es dauerte“.
 
Anfang 2026 kehrte Freeman nach Los Santos zurück. Paparazzi fotografierten ihn erstmals wieder vor seinem Haus in den Vinewood Hills, das laut Nachbarn während seiner Abwesenheit kaum genutzt worden war. Zu den Gründen seiner Rückkehr oder zu dem gescheiterten Serienprojekt äußerte sich Freeman nicht.
 
 


Er ist einfach irgendwann zu Hause geblieben - und Hollywood hat vor langer Zeit aufgehört zu klopfen. Falls überhaupt jemals.“</blockquote>
Ein Journalist schrieb 2020 rückblickend:<blockquote>„Freeman ist einer dieser Schauspieler, die nie wirklich verschwunden sind. Er ist einfach irgendwann zu Hause geblieben - und Hollywood hat vor langer Zeit aufgehört zu klopfen. Falls überhaupt jemals.“</blockquote>


== Haltung zu einem Revival von ''Detective Dad'' ==
== Haltung zu einem Revival von ''Detective Dad'' ==
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Samanta Steinmann sagte 2021 in einem Interview:<blockquote>„Ich glaube, er hat die Serie geliebt.  Aber ich glaube auch, dass er nicht noch einmal dorthin zurückgehen kann.“</blockquote>
Samanta Steinmann sagte 2021 in einem Interview:<blockquote>„Ich glaube, er hat die Serie geliebt.  Aber ich glaube auch, dass er nicht noch einmal dorthin zurückgehen kann.“</blockquote>
== Auszeichnungen ==
Im Jahr 2003 erhielt Beaufort einen Stern auf dem Vinewood Walk of Fame. Die Auszeichnung wurde ihm während der späten Produktionsjahre von ''Detective Dad'' verliehen, als die Serie international bereits deutlich erfolgreicher war als in den Vereinigten Staaten.
Nach Angaben von Richards Majestic Productions wurde die Ehrung vor allem auf Initiative internationaler Vertriebspartner organisiert, da die Serie in Deutschland und Israel hohe Einschaltquoten erreichte, während sie in den USA weiterhin nur geringe Zuschauerzahlen hatte.


Die Zeremonie fand in kleinem Rahmen statt. Medienberichten zufolge erschien Freeman selbst nicht zur Enthüllung des Sterns. Offiziell wurde dies mit Terminproblemen erklärt, mehrere Magazine berichteten jedoch, dass sich der Schauspieler zu diesem Zeitpunkt bereits zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe.
Ein Journalist schrieb später:<blockquote>„Er bekam einen Stern zu einer Zeit, als kaum jemand in seinem eigenen Land wusste, wer er war.“</blockquote>Der Stern befindet sich nach Angaben der Stadt Los Santos weiterhin im Vinewood Boulevard, direkt vor den Türen des Doppler Cinemas, wird jedoch nur selten mit offiziellen Veranstaltungen in Verbindung gebracht.
== Rezeption ==
== Rezeption ==
Während der ursprünglichen Ausstrahlung wurde Freemans Darstellung in den Vereinigten Staaten überwiegend negativ beurteilt. Kritiker bezeichneten sein Spiel als unkontrolliert und unprofessionell.
Während der ursprünglichen Ausstrahlung wurde Freemans Darstellung in den Vereinigten Staaten überwiegend negativ beurteilt. Kritiker bezeichneten sein Spiel als unkontrolliert und unprofessionell.
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Nach Angaben aus Branchenkreisen erhält Freeman bis heute regelmäßige Einnahmen aus dem Vertrag, äußert sich dazu jedoch nicht öffentlich.
Nach Angaben aus Branchenkreisen erhält Freeman bis heute regelmäßige Einnahmen aus dem Vertrag, äußert sich dazu jedoch nicht öffentlich.


Ein Fernsehjournalist schrieb 2018:<blockquote>„BoJack Horseman ist keine Biografie über Beaufort Freeman.
Ein Fernsehjournalist schrieb 2018:<blockquote>„BoJack Horseman ist keine Biografie über Beaufort Freeman. Aber ohne Beaufort Freeman hätte es BoJack Horseman wahrscheinlich nie gegeben.“</blockquote>
 
Aber ohne Beaufort Freeman hätte es BoJack Horseman wahrscheinlich nie gegeben.“</blockquote>


{{Detective Dad}}
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Aktuelle Version vom 25. März 2026, 09:40 Uhr

Beaufort Jackson Freeman
Personendaten
Geboren 16. Juli 1972
Geburtsort Tel Aviv-Jaffa, Israel
Staatsangehörigkeit US-amerikanisch
Beruf Schauspieler
Bekannt durch Detective Dad
Aktiv 1993–2006
Wohnort Vinewood Hills, Los Santos
Auszeichnungen Stern auf dem Vinewood Walk of Fame (2003)

Beaufort Jackson Freeman (16. Juli 1972 in Tel Aviv-Jaffa) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch die Hauptrolle des Privatdetektivs Bo („Onkel Bo“) in der Fernsehserie Detective Dad (1995–2005) bekannt wurde. Während die Serie in den Vereinigten Staaten nur begrenzten Erfolg hatte, entwickelte sie sich in Israel und Deutschland zu einer Kultproduktion, wodurch auch Freeman rückblickend größere Bekanntheit erlangte. Freeman galt während der Produktionszeit als schwierig in der Zusammenarbeit und machte wiederholt durch Alkoholprobleme und öffentliche Eskapaden Schlagzeilen.

Frühes Leben

Beaufort Jackson Freeman wurde am 16. Juli 1972 in Tel Aviv-Jaffa geboren. Seine Mutter, Miriam Ben-Ami, stammte aus einer wohlhabenden israelischen Unternehmerfamilie, die ihr Vermögen mit einer Zuckerfabrik aufgebaut hatte. Sein Vater, Harold Freyman, war ein jüdisch-amerikanischer Autor aus Los Santos, der in den 1970er und 1980er Jahren mehrfach versuchte, Drehbücher und Romane zu veröffentlichen, jedoch keinen größeren Erfolg hatte.

Freeman verbrachte seine Kindheit teilweise in Israel und teilweise in den Vereinigten Staaten. In den frühen 1980er Jahren zog die Familie nach Los Santos, wo sein Vater hoffte, in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Dieses Vorhaben blieb erfolglos, und Freeman beschrieb seine Jugend später als „ziemlich chaotisch“.

Zu Beginn seiner Schauspielkarriere änderte Beaufort seinen Nachnamen von Freyman zu Freeman. In Interviews erklärte er später, der ursprüngliche Name sei häufig falsch ausgesprochen worden und habe „nicht nach jemandem geklungen, der im Abspann stehen sollte“. Beobachter vermuteten zudem, dass die Änderung auch mit seinem angespannten Verhältnis zu seinem Vater zusammenhing.

Harold Freyman verstarb kurz nach Beginn der Produktion der ersten Staffel von Detective Dad im Jahr 1995. Freeman äußerte sich nur selten öffentlich über seinen Vater und erklärte später, dass sie zu diesem Zeitpunkt kaum noch Kontakt gehabt hätten.

Über seine Mutter Miriam Ben-Ami ist nur wenig bekannt. Medienberichten zufolge lebte sie in den 1990er Jahren zeitweise in Los Santos, zog sich jedoch später weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Mehrere Magazine berichteten, dass Ben-Ami einen erheblichen Teil ihres Vermögens während dieser Zeit an die umstrittene religiöse Organisation ''Epsilon Program'' verlor, der sie für mehrere Jahre angehört haben soll. Offizielle Bestätigungen dazu existieren nicht, jedoch wird angenommen, dass sie sich nach ihrem Austritt vollständig aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzog. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Sohn gilt seit den späten 1990er Jahren als zerrüttet; gemeinsame öffentliche Auftritte sind seitdem nicht bekannt.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Richards Majestic Productions behauptete später, Freemans ausgeprägte Skepsis gegenüber Religion, Autoritäten und familiären Bindungen habe ihren Ursprung in dieser Phase. Freeman selbst äußerte sich dazu nur selten und bezeichnete entsprechende Berichte als „übertrieben“.

Über Freemans schulische Ausbildung ist wenig bekannt. Vor seiner ersten größeren Rolle arbeitete er unter anderem als Barkeeper, Statist und Verkäufer, bevor er bei einem Casting für eine Fernsehproduktion entdeckt wurde.

Produzent David Richards sagte später über das Casting:

„Er kam rein, setzte sich hin, und wir wussten sofort: Der spielt das nicht. Der ist so.“

Karriere

Detective Dad Poster für die neunte und letzte Staffel

Detective Dad

1995 wurde Freeman für die Hauptrolle in der von Richards Majestic Productions produzierten Fernsehserie Detective Dad verpflichtet. Er spielte den chaotischen Privatdetektiv Bo, der drei Kinder bei sich aufnimmt und gemeinsam mit ihnen Fälle löst.

Die Serie war ursprünglich als preiswerte Familienproduktion geplant, entwickelte jedoch durch Freemans improvisierten Spielstil einen unberechenbaren Ton. Mehrere Autoren bestätigten später, dass Dialoge häufig kurzfristig geändert wurden, um Freemans spontane Einfälle einzubauen.

Trotz schwacher Einschaltquoten in den Vereinigten Staaten wurde die Serie über neun Staffeln fortgesetzt, da sie im Ausland erfolgreich verkauft werden konnte. Besonders in Israel und Deutschland entwickelte sich Detective Dad zu einer beliebten Kultserie, während Freeman im eigenen Land weitgehend unbekannt blieb.

Konflikte während der Produktion

Während der Dreharbeiten kam es wiederholt zu Problemen mit Freeman. Crewmitglieder berichteten von häufigem Zuspätkommen, Streit mit Regisseuren und alkoholbedingten Ausfällen. Laut mehreren Berichten musste der Drehplan mehrfach angepasst werden, weil Freeman nicht arbeitsfähig war.

In einem Interview während der späten Produktionszeit reagierte Freeman auf negative Kritiken mit den Worten:

„Fresst Scheiße, ihr Loser.“

Das Zitat wurde in der Presse vielfach aufgegriffen und gilt als eines der bekanntesten Beispiele für Freemans öffentliches Auftreten.

Auch außerhalb der Arbeit fiel Freeman durch auffälliges Verhalten auf. Boulevardzeitungen berichteten über Streit mit Nachbarn, nächtliche Polizeieinsätze in seinem Wohnviertel in Vinewood Hills sowie wiederholte Vorfälle im Zusammenhang mit Alkohol.

Trotz dieser Probleme wurde Freeman nie aus der Serie entlassen. Produzent Richards erklärte später, ein Austausch des Hauptdarstellers sei unmöglich gewesen, da die Serie vollständig auf seiner Darstellung aufgebaut habe.

Ende der 1990er-Jahre kam es während der Dreharbeiten zur siebten Staffel von ''Detective Dad'' zu einer längeren Produktionspause, nachdem Freeman mehrere Tage nicht am Set erschien. Offiziell wurde dies mit gesundheitlichen Problemen erklärt. Später berichteten Boulevardmedien, dass sich der Schauspieler zu dieser Zeit für einige Wochen in Behandlung im Parsons Rehabilitation Center in Los Santos befunden habe.

Weder Freeman noch die Produktion bestätigten den Aufenthalt öffentlich. In Interviews aus den frühen 2000er-Jahren bezeichnete Freeman die Zeit lediglich als „eine Phase, in der alles etwas zu viel wurde“.

Mehrere ehemalige Mitarbeiter erklärten später, dass sich sein Verhalten nach dieser Pause zunächst stabilisierte, die Probleme jedoch in den letzten Jahren der Serie erneut zunahmen.

Verhältnis zu den Kinderdarstellern und spätere Kontroversen

Während der frühen Staffeln galt Freemans Verhältnis zu den drei Kinderdarstellern als weitgehend professionell. Mehrere Beteiligte beschrieben ihn als unberechenbar, aber gegenüber den jüngeren Schauspielern meist korrekt. Produzent David Richards erklärte später, dass Freeman am Set zwar schwierig gewesen sei, jedoch „eine besondere Geduld mit den Kindern“ gehabt habe.

Erst in den letzten Produktionsjahren, als die Darsteller bereits erwachsen waren, berichteten Boulevardmedien über ein ungewöhnlich enges Verhältnis zwischen Freeman und Anna-Grace Black-Schmidt, die in der Serie Lily Parker spielte. Zu diesem Zeitpunkt war Black-Schmidt volljährig, und die Dreharbeiten zur achten und neunten Staffel standen kurz vor dem Abschluss.

In mehreren Interviews aus den frühen 2000er-Jahren wurde erwähnt, dass beide auch außerhalb des Sets gemeinsam unterwegs gewesen seien. Offizielle Aussagen über die Art ihrer Beziehung gibt es nicht. Vertreter der Produktion bezeichneten entsprechende Berichte als Übertreibungen und erklärten, es habe sich lediglich um eine enge Freundschaft gehandelt.

Nach dem Ende der Serie im Jahr 2005 verlor sich der Kontakt zwischen großen Teilen der ehemaligen Besetzung. Black-Schmidt erklärte in späteren Interviews, die letzten Jahre der Produktion seien „für einige Beteiligte schwierig gewesen“, nannte jedoch keine Namen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die alten Berichte erneut nach Black-Schmidts Tod im Jahr 2015. Die Schauspielerin wurde nach einer Überdosis Kokain und Alkohol im Doppel-Cinema von Los Santos aufgefunden. Zeitungsberichten zufolge befand sich Beaufort Jackson Freeman am selben Abend in der Nähe des Kinos und gehörte zu den ersten Personen vor Ort. Er soll selbst den Krankenwagen gerufen haben und wurde von eintreffenden Beamten kurz befragt.

Offizielle Ermittlungen ergaben keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden, dennoch griffen mehrere Magazine frühere Berichte über das Verhältnis der beiden erneut auf. In einigen Artikeln wurde angedeutet, dass sich Freeman und Black-Schmidt in den Jahren nach dem Ende der Serie wiederholt gemeinsam in der Öffentlichkeit gezeigt hätten. Bestätigt wurde dies nie, und Freeman äußerte sich zu den Ereignissen nicht.

Ein Kritiker schrieb rückblickend in einem Fernsehmagazin:

„Nichts daran war illegal. Aber vieles fühlte sich falsch an.“

Seit dem Vorfall zog sich Freeman weiter aus der Öffentlichkeit zurück. Öffentliche Auftritte wurden seltener, Interviews gab er nur noch vereinzelt.

Zusammenarbeit mit Charles Baker

Der Drehbuchautor Charles Baker gilt als einer der wichtigsten kreativen Köpfe hinter ''Detective Dad''. Nach Angaben von Richards Majestic Productions war Baker maßgeblich daran beteiligt, die Figur des Privatdetektivs Bo zu entwickeln, und setzte sich während der frühen Produktionsphase dafür ein, Beaufort Jackson Freeman für die Hauptrolle zu besetzen.

Mehrere ehemalige Mitarbeiter beschrieben die Zusammenarbeit zwischen Baker und Freeman in den ersten Staffeln als eng. Baker soll die Dialoge der Figur häufig kurzfristig an Freemans Spielweise angepasst haben, wodurch sich der für die Serie typische, zwischen Humor und Zynismus schwankende Ton entwickelte.

Im Jahr 2000 erklärte Baker öffentlich, homosexuell zu sein. Kurz darauf zog er sich aus der aktiven Arbeit an ''Detective Dad'' zurück. Offiziell wurde dies mit kreativen Differenzen begründet, spätere Berichte ehemaliger Produktionsmitglieder behaupteten jedoch, dass das Studio Richards Majestic Productions seinen Einfluss schrittweise reduzierte und ihn schließlich nicht mehr an der Serie beteiligte.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich ''Detective Dad'' auf dem Höhepunkt seiner internationalen Popularität. Freeman äußerte sich damals nicht öffentlich zu Bakers Ausscheiden. In späteren Interviews erklärte er, er habe „keinen Einfluss auf Produktionsentscheidungen“ gehabt, obwohl Baker zuvor mehrfach betont hatte, dass Freeman seine erste Wahl für die Hauptrolle gewesen sei.

In den letzten Lebensjahren Bakers kam es nach Angaben mehrerer Weggefährten zu einem kurzen persönlichen Kontakt zwischen ihm und Freeman. Baker litt zu diesem Zeitpunkt bereits an den Folgen einer Krebserkrankung, die im Zusammenhang mit seiner HIV-Infektion stand.

Berichten zufolge besuchte Freeman ihn zusammen mit Anna-Grace Black-Schmidt, Jonathan Miller und Samantha Steinmann wenige Monate vor dessen Tod im Jahr 2010. Über den Inhalt des Treffens existieren keine gesicherten Angaben. Mehrere ehemalige Kollegen erklärten später jedoch, dass es dabei zu keiner wirklichen Aussöhnung gekommen sei. Baker habe bis zuletzt den Eindruck gehabt, dass Freeman sich während der entscheidenden Jahre der Produktion nicht für ihn eingesetzt habe, obwohl er maßgeblich an dessen Karriere beteiligt gewesen sei.

Ein ehemaliger Autor der Serie sagte in einer Dokumentation:

„Charles hat ihn groß gemacht. Und als es darauf ankam, hat Beaujack nichts gesagt. Das hat er ihm nie verziehen.“

Freeman selbst äußerte sich zu diesem Treffen nur einmal kurz und erklärte, er habe Baker „seinen Respekt zeigen wollen“, wolle aber keine Details öffentlich besprechen.

2010 starb Charles Baker im Alter von 52 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. In mehreren Nachrufen wurde erwähnt, dass Baker bereits seit den 1990er Jahren HIV-positiv gewesen war, dies jedoch erst spät öffentlich gemacht hatte.

Freeman veröffentlichte nach Bakers Tod eine kurze schriftliche Stellungnahme, in der er ihn als „wichtigen Teil der frühen Jahre von Detective Dad“ bezeichnete. Dass er sich während der Produktionszeit nicht öffentlich für Baker eingesetzt hatte, wurde von Fans und ehemaligen Mitarbeitern später wiederholt kritisiert. Ein ehemaliger Kameramann sagte rückblickend:

„Ohne Baker hätte es die Serie nie gegeben. Und ohne die Serie hätte niemand gewusst, wer Beaufort Freeman ist.“

Späte Jahre

Nach dem Ende von Detective Dad im Jahr 2005 erhielt Freeman nur noch wenige Rollenangebote. Mehrere angekündigte Projekte wurden nicht realisiert, und der Schauspieler zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück.

In den folgenden Jahren erschienen vereinzelt Berichte über Alkohol- und Drogenprobleme, jedoch bestätigte Freeman diese nie öffentlich. Interviews gab er nur noch selten, und über seinen Aufenthaltsort wurde zeitweise spekuliert.

Mit der wachsenden Popularität der Serie im Ausland wurde Freeman rückblickend positiver bewertet. Besonders Fans in Deutschland und Israel bezeichneten seine Darstellung des Privatdetektivs Bo als entscheidend für den Kultstatus der Serie.

Ein Kritiker schrieb rückblickend:

„Freeman war kein guter Schauspieler im klassischen Sinne, falls überhaupt. Aber ohne ihn hätte Detective Dad nicht funktioniert.“

Privatleben

Beaufort Jackson Freeman lebt seit vielen Jahren zurückgezogen in einem Anwesen in den Vinewood Hills. Über sein Privatleben ist nur wenig bekannt. Öffentliche Beziehungen oder Partnerschaften wurden nie bestätigt, und Freeman trat über Jahrzehnte hinweg, falls überhaupt, fast ausschließlich allein bei Veranstaltungen oder Interviews auf.

Mehrere Journalisten bemerkten wiederholt, dass Freeman in der Öffentlichkeit auffallend wenig über persönliche Themen spricht. In einem Interview erklärte er lediglich, er habe „nie viel Talent für Beziehungen gehabt“.

Seine zurückhaltende Lebensweise führte im Laufe der Jahre zu verschiedenen Spekulationen über sein Privatleben. Während der frühen Produktionsjahre von Detective Dad kursierten in Boulevardmedien Gerüchte über ein besonders enges Verhältnis zwischen Freeman und Drehbuchautor Charles Baker, der als einer der wichtigsten kreativen Köpfe der Serie galt. Offizielle Stellungnahmen der Produktion wiesen entsprechende Berichte als haltlos zurück.

Nach Bakers öffentlichem Coming-out im Jahr 2000 griffen einige Magazine diese Spekulationen erneut auf. Konkrete Hinweise auf eine persönliche Beziehung wurden jedoch nie veröffentlicht, und weder Freeman noch Baker äußerten sich öffentlich zu diesem Thema.

Freeman selbst erklärte später, er habe sich bewusst entschieden, sein Privatleben von seiner Arbeit zu trennen. Beobachter sehen darin auch einen Grund dafür, dass er bis heute zu den am wenigsten zugänglichen ehemaligen Fernsehstars seiner Generation zählt.

Freeman nahm im Gegensatz zu mehreren seiner ehemaligen Kollegen nur selten an Veranstaltungen teil, die mit ''Detective Dad'' in Verbindung standen. Bei Fan-Conventions, Jubiläumssendungen oder Dokumentationen über Fernsehserien der 1990er-Jahre war er wiederholt nicht anwesend, obwohl andere Mitglieder der Besetzung teilnahmen.

Nach Angaben von Samanta Steinmann wurde Freeman mehrfach zu Reunion-Projekten eingeladen, lehnte jedoch in den meisten Fällen ab oder reagierte nicht auf entsprechende Anfragen. Auch bei einer geplanten Fernsehdokumentation über Richards Majestic Productions im Jahr 2013 sagte er seine Teilnahme kurzfristig ab.

Ein Produzent der Sendung erklärte später:

„Wir hatten alle zusammen. Nur ihn nicht. Und ohne ihn fühlte es sich nie vollständig an.“

Beobachter führen seine Zurückhaltung unter anderem auf die konfliktreichen letzten Jahre der Produktion, den Tod von Drehbuchautor Charles Baker sowie auf die späteren Ereignisse um Anna-Grace Black-Schmidt zurück. Freeman selbst gab dazu keine Stellungnahme ab.

Rückzug aus der Öffentlichkeit

Nach dem Ende von Detective Dad im Jahr 2005 zog sich Beaufort Jackson Freeman weitgehend aus der Film- und Fernsehbranche zurück. Mehrere angekündigte Projekte kamen nicht zustande, und Freeman trat nur noch selten öffentlich auf. Branchenberichte aus den späten 2000er-Jahren beschrieben ihn als zunehmend zurückgezogen lebend und schwer erreichbar für Produzenten.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Produktion lebt Freeman weiterhin in einem Anwesen in den Vinewood Hills in Los Santos, unweit des bekannten Vinewood-Schriftzugs. Das Haus soll er während der erfolgreichen Auslandsverwertung von Detective Dad erworben haben. Nachbarn berichteten wiederholt über lautstarke Auseinandersetzungen, nächtliche Polizeieinsätze und häufig wechselnde Besucher, offizielle Stellungnahmen dazu gab es jedoch nicht.

In den frühen 2010er-Jahren wurde bekannt, dass Freeman an einem Lizenz- und Beratungsvertrag beteiligt war, der im Zusammenhang mit der Entwicklung der Animationsserie BoJack Horseman stand. Laut Branchenmagazinen stellte Richards Majestic Productions Archivmaterial und Konzeptideen aus der Zeit von Detective Dad zur Verfügung. In diesem Zusammenhang soll auch Freeman eine Beteiligung ausgehandelt haben, da Teile der Hintergrundgeschichte der Serie lose an seine Karriere angelehnt waren.

Mehrere Quellen berichteten, dass Freeman seitdem regelmäßige Einnahmen aus diesem Vertrag erhält. Offizielle Zahlen wurden nie veröffentlicht, jedoch wurde der Betrag in Presseberichten als „ausreichend, um nicht mehr arbeiten zu müssen“ beschrieben.

Trotz wiederholter Anfragen lehnte Freeman Interviews über seine Beteiligung an der Produktion ab. In seltenen öffentlichen Auftritten äußerte er sich nur allgemein über seine Zeit bei Detective Dad und erklärte, dass er „mit Hollywood fertig“ sei.

Nach dem Tod seiner ehemaligen Serienpartnerin Anna-Grace Black-Schmidt im Jahr 2015 wurde Freeman erneut kurzzeitig von Medien angesprochen, da er sich am Abend ihres Todes in der Nähe des Doppler Cinema aufgehalten haben soll und den Notruf gewählt hatte. Ein Zusammenhang wurde von den Ermittlungsbehörden nicht festgestellt, dennoch griffen mehrere Magazine frühere Berichte über die letzten Produktionsjahre der Serie erneut auf.

Seitdem gilt Freeman als nahezu vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden. Branchenkreise gehen davon aus, dass er weiterhin in seinem Haus in den Vinewood Hills lebt und nur noch über seinen Manager erreichbar ist.

Im Spätsommer 2023 verließ Freeman überraschend Los Santos.

Boulevardmagazine berichteten später, dass er gemeinsam mit seinem damaligen Mitbewohner Trent Sanchez nach Israel gereist sei, nachdem ihm dort eine Rolle in einer neuen Fernsehserie angeboten worden war. Offizielle Bestätigungen gab es zunächst nicht, jedoch wurde sein Anwesen in den Vinewood Hills über längere Zeit unbewohnt vorgefunden, und Nachbarn erklärten, dass das Haus „monatelang völlig leer“ gestanden habe.

Mehrere Promi-Magazine veröffentlichten im Herbst 2023 Fotos von Freeman am Flughafen Ben Gurion sowie Berichte über mögliche Dreharbeiten in Tel Aviv. Das angekündigte Serienprojekt wurde jedoch nie offiziell vorgestellt, und Branchenportale berichteten später, dass die Produktion noch vor Beginn der Dreharbeiten eingestellt worden sei.

Freemans Mitbewohner Trent Sanchez blieb in Israel und gründete dort nach eigenen Angaben ein kleines IT-Startup. In Interviews erklärte er später, dass er sich entschieden habe zu bleiben, da er „dort ein neues Umfeld gefunden“ habe. Über sein Verhältnis zu Freeman äußerte er sich nur knapp und sagte, man habe „eine Zeit lang zusammengelebt, aber irgendwann unterschiedliche Wege eingeschlagen. Es war nett, solang es dauerte“.

Anfang 2026 kehrte Freeman nach Los Santos zurück. Paparazzi fotografierten ihn erstmals wieder vor seinem Haus in den Vinewood Hills, das laut Nachbarn während seiner Abwesenheit kaum genutzt worden war. Zu den Gründen seiner Rückkehr oder zu dem gescheiterten Serienprojekt äußerte sich Freeman nicht.


Ein Journalist schrieb 2020 rückblickend:

„Freeman ist einer dieser Schauspieler, die nie wirklich verschwunden sind. Er ist einfach irgendwann zu Hause geblieben - und Hollywood hat vor langer Zeit aufgehört zu klopfen. Falls überhaupt jemals.“

Haltung zu einem Revival von Detective Dad

Seit den 2010er-Jahren gab es wiederholt Versuche, eine Fortsetzung oder Neuauflage von Detective Dad zu entwickeln. Nach Angaben von Samantha Steinmann und mehreren ehemaligen Produzenten bestand zeitweise konkretes Interesse an einem Reunion-Film oder einer neuen Serie, in der Teile der ursprünglichen Besetzung zurückkehren sollten.

Die Planungen scheiterten jedoch mehrfach daran, dass Beaufort Jackson Freeman kein Interesse an einer Beteiligung zeigte. Da seine Figur im Mittelpunkt der Originalserie stand, wollten weder Studio noch Sender ein Projekt ohne ihn umsetzen.

Freeman erklärte in einem Interview, dass er die Serie „nicht noch einmal anfassen“ wolle und dass die Geschichte für ihn abgeschlossen sei.

Branchenberichte nannten jedoch verschiedene mögliche Gründe für seine ablehnende Haltung. Mehrere ehemalige Mitarbeiter von Richards Majestic Productions vermuteten, dass Freeman eine Rückkehr zur Serie als persönliche Belastung empfand, da sie eng mit schwierigen Phasen seines Lebens verbunden sei.

In diesem Zusammenhang wurden insbesondere sein angespanntes Verhältnis zu Drehbuchautor Charles Baker, die späten Produktionsjahre der Serie sowie der Tod von Anna-Grace Black-Schmidt genannt. Ein Produzent sagte rückblickend:

„Für viele war Detective Dad nur eine Sitcom. Für ihn war es die Zeit, in der alles passiert ist, was er heute lieber vergessen würde. Und die Zeit, die ihn am meisten geprägt hat.“

Andere Quellen berichteten, dass Freeman ein Revival auch deshalb ablehnte, weil er befürchtete, dass eine neue Produktion alte Konflikte aus der Zeit der Dreharbeiten erneut öffentlich machen könnte. Offiziell bestätigt wurde dies nie.

Nach dem Tod von Black-Schmidt im Jahr 2015 verlor die Idee einer Fortsetzung weiter an Bedeutung. Laut mehreren Beteiligten erklärte Freeman in einem internen Gespräch, dass sich die Serie ohne sie „nicht richtig anfühlen würde“.

Samanta Steinmann sagte 2021 in einem Interview:

„Ich glaube, er hat die Serie geliebt. Aber ich glaube auch, dass er nicht noch einmal dorthin zurückgehen kann.“

Auszeichnungen

Im Jahr 2003 erhielt Beaufort einen Stern auf dem Vinewood Walk of Fame. Die Auszeichnung wurde ihm während der späten Produktionsjahre von Detective Dad verliehen, als die Serie international bereits deutlich erfolgreicher war als in den Vereinigten Staaten.

Nach Angaben von Richards Majestic Productions wurde die Ehrung vor allem auf Initiative internationaler Vertriebspartner organisiert, da die Serie in Deutschland und Israel hohe Einschaltquoten erreichte, während sie in den USA weiterhin nur geringe Zuschauerzahlen hatte.

Die Zeremonie fand in kleinem Rahmen statt. Medienberichten zufolge erschien Freeman selbst nicht zur Enthüllung des Sterns. Offiziell wurde dies mit Terminproblemen erklärt, mehrere Magazine berichteten jedoch, dass sich der Schauspieler zu diesem Zeitpunkt bereits zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe.

Ein Journalist schrieb später:

„Er bekam einen Stern zu einer Zeit, als kaum jemand in seinem eigenen Land wusste, wer er war.“

Der Stern befindet sich nach Angaben der Stadt Los Santos weiterhin im Vinewood Boulevard, direkt vor den Türen des Doppler Cinemas, wird jedoch nur selten mit offiziellen Veranstaltungen in Verbindung gebracht.

Rezeption

Während der ursprünglichen Ausstrahlung wurde Freemans Darstellung in den Vereinigten Staaten überwiegend negativ beurteilt. Kritiker bezeichneten sein Spiel als unkontrolliert und unprofessionell.

Mit zunehmendem zeitlichen Abstand wurde seine Darstellung jedoch häufiger als Teil des besonderen Tons der Serie interpretiert. In Retrospektiven wurde Freeman mehrfach als Beispiel für einen Schauspieler genannt, der durch eine einzige Rolle bekannt wurde, deren Bedeutung erst Jahre später erkannt wurde.

Filmografie (Auswahl)

  • 1993 – Highway Nights (CBS Fernsehfilm, Nebenrolle)
  • 1995–2005 – Detective Dad (Fernsehserie, 216 Episoden)
  • 2002 – Sunset Patrol (CBS Fernsehfilm)
  • 2006 – Last Call in Vinewood (unveröffentlicht)

Verbindung zu BoJack Horseman

Im Zusammenhang mit der Netflix-Animationsserie BoJack Horseman wurde mehrfach berichtet, dass Teile der Figur und ihrer Hintergrundgeschichte auf Beaufort Jackson Freeman und seiner Zeit bei Detective Dad beruhen. Anders als lange Zeit angenommen, soll es dabei nicht nur um zufällige Ähnlichkeiten gegangen sein.

Laut mehreren Branchenberichten wurde Anfang der 2010er-Jahre ein Lizenz- und Beratungsvertrag zwischen Richards Majestic Productions und Produzenten einer geplanten Animationsserie über einen gescheiterten Sitcom-Star geschlossen. Ziel sei es gewesen, Elemente aus der Geschichte von Detective Dad und der Karriere Beaufort Freemans als lose Inspiration zu verwenden, ohne eine direkte Verfilmung zu produzieren.

Offiziell wurde der Vertrag nie vollständig veröffentlicht. In einem Interview erklärte Produzent David Richards jedoch, man habe „für eine Streamingproduktion Material aus alten Archiven zur Verfügung gestellt“, ohne den Titel zu nennen. Kurz nach Veröffentlichung von BoJack Horseman im Jahr 2014 berichteten mehrere Magazine, dass Freeman für die Nutzung bestimmter Figurenkonzepte und biografischer Details eine einmalige Zahlung sowie Beteiligungen an späteren Einnahmen erhalten habe.

Besonders häufig werden folgende Parallelen genannt:

  • ein ehemaliger Star einer Familienserie aus den 1990er-Jahren
  • Alkoholprobleme und Konflikte während der Dreharbeiten
  • ein zurückgezogenes Leben in den Hügeln über Los Santos / Los Angeles
  • ein schwieriges Verhältnis zu ehemaligen Kinderdarstellern
  • eine Serie innerhalb der Serie mit mehreren adoptierten Kindern

Offiziell bezeichneten die Produzenten von BoJack Horseman die Figur als „Zusammenstellung verschiedener ehemaliger Sitcom-Darsteller“. Inoffiziell bestätigten mehrere Beteiligte jedoch, dass die Geschichte von Detective Dad und Beaufort Freeman bei der Entwicklung der frühen Staffeln eine Rolle gespielt habe.

Nach Angaben aus Branchenkreisen erhält Freeman bis heute regelmäßige Einnahmen aus dem Vertrag, äußert sich dazu jedoch nicht öffentlich.

Ein Fernsehjournalist schrieb 2018:

„BoJack Horseman ist keine Biografie über Beaufort Freeman. Aber ohne Beaufort Freeman hätte es BoJack Horseman wahrscheinlich nie gegeben.“