Anna-Grace Black-Schmidt

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Anna-Grace Black-Schmidt (*3. Februar 1985 in Los Santos, San Andreas; † 14. August 2015 ebenda) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Bekannt wurde sie als Kinderdarstellerin durch die Rolle der Lily Parker in der Fernsehserie Detective Dad (1995–2005). Nach dem Ende der Serie geriet sie wiederholt wegen Drogenproblemen und öffentlicher Zusammenbrüche in die Schlagzeilen, erreichte zwischenzeitlich jedoch auch musikalische Erfolge. Ihr Tod nach einer Überdosis vor dem Doppler Cinema in Los Santos sorgte erneut für mediale Aufmerksamkeit und führte zu Spekulationen über ihr Verhältnis zu ihrem ehemaligen Serienpartner Beaufort Jackson Freeman.

Frühes Leben

Anna-Grace Black-Schmidt wurde 1985 in Los Santos geboren. Ihre Mutter war deutscher Herkunft, ihr Vater arbeitete als Kameratechniker bei verschiedenen Fernsehproduktionen. Durch die Tätigkeit ihres Vaters kam sie früh mit der Filmbranche in Kontakt.

Bereits im Alter von neun Jahren nahm sie an Castings für Fernsehrollen teil. 1995 wurde sie für die Rolle der Lily Parker in der von Richards Majestic Productions produzierten Serie Detective Dad verpflichtet. Die Rolle machte sie über Nacht zu einem bekannten Kindergesicht im Fernsehen.

Detective Dad

In Detective Dad spielte Black-Schmidt die mittlere der drei Parker-Geschwister, die von dem Privatdetektiv Bo aufgenommen werden. Die Serie lief von 1995 bis 2005 und wurde vor allem in Israel und Deutschland erfolgreich, während sie in den Vereinigten Staaten nur geringe Einschaltquoten erreichte.

Während der frühen Staffeln galt Black-Schmidt als eines der zuverlässigsten Mitglieder der Besetzung. Mehrere Crewmitglieder beschrieben sie später als ehrgeizig und ungewöhnlich professionell für ihr Alter.

In den späteren Produktionsjahren berichteten Boulevardmedien über Spannungen am Set sowie über ein ungewöhnlich enges Verhältnis zwischen Black-Schmidt und Hauptdarsteller Beaufort Jackson Freeman. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits volljährig. Offizielle Stellungnahmen der Produktion bezeichneten entsprechende Berichte als Übertreibungen, bestätigten jedoch, dass die letzten Jahre der Dreharbeiten „für viele Beteiligte belastend“ gewesen seien.

Nach dem Ende der Serie zog sich Black-Schmidt zunächst aus der Schauspielerei zurück.

Erste Krisen und musikalische Karriere

In den Jahren nach dem Ende von Detective Dad geriet Black-Schmidt mehrfach wegen Alkohol- und Drogenproblemen in die Schlagzeilen. 2007 wurde sie erstmals in eine Entzugsklinik eingewiesen. In Interviews erklärte sie später, der plötzliche Verlust der Aufmerksamkeit nach dem Ende der Serie habe sie stark belastet.

Ab 2009 versuchte sie einen Neuanfang als Sängerin. Unter ihrem Künstlernamen Anna Grace veröffentlichte sie mehrere Pop- und Electropop-Singles, die vor allem in Europa moderate Erfolge erzielten. Kritiker beschrieben ihre Musik als „überraschend ernst für einen ehemaligen Kinderstar“.

Trotz der musikalischen Erfolge kam es weiterhin zu Rückfällen. Zwischen 2010 und 2013 hielt sie sich mehrfach in Entzugskliniken auf. Öffentliche Auftritte wurden unregelmäßig, geplante Tourneen mussten wiederholt abgesagt werden.

Comeback und erneuter Absturz

2014 trat Black-Schmidt in einer vielbeachteten Fernseh-Talkshow auf, in der sie erklärte, seit mehreren Monaten clean zu sein. Der Auftritt wurde von Fans als mögliches Comeback gewertet, und es wurde über neue Musik- und Fernsehprojekte berichtet.

Kurz darauf wurde sie erneut gemeinsam mit Beaufort Jackson Freeman in der Öffentlichkeit gesehen. Beide äußerten sich nicht zu ihrem Kontakt, jedoch griffen mehrere Magazine alte Berichte über ihre Zeit bei Detective Dad wieder auf. Vertreter Freemans bezeichneten die Begegnungen als zufällig, bestätigten jedoch, dass man sich gelegentlich getroffen habe.

In den folgenden Monaten zog sich Black-Schmidt erneut aus der Öffentlichkeit zurück. Geplante Projekte wurden abgesagt, und Freunde berichteten später, sie habe sich in dieser Zeit zunehmend isoliert.

Tod

Am 14. August 2015 wurde Anna-Grace Black-Schmidt bewusstlos vor dem Doppler Cinema in Los Santos aufgefunden. Laut Polizeibericht starb sie noch am selben Abend im Krankenhaus an einer Kombination aus Kokain und Alkohol.

Medienberichten zufolge befand sich Beaufort Jackson Freeman am selben Abend in der Nähe des Kinos und gehörte zu den ersten Personen vor Ort. Er soll selbst den Notruf gewählt haben und wurde von der Polizei kurz befragt. Ein Zusammenhang mit ihrem Tod konnte nicht festgestellt werden.

Mehrere Magazine griffen nach ihrem Tod erneut Berichte über die letzten Jahre der Dreharbeiten zu Detective Dad auf und spekulierten über den Einfluss der damaligen Produktionszeit auf ihr späteres Leben. Offizielle Ermittlungen ergaben jedoch kein Fremdverschulden.

Ein Kritiker schrieb rückblickend:

„Sie war eines dieser Kinder, die im Fernsehen erwachsen werden mussten, bevor sie im echten Leben bereit dafür waren.“

Nachwirkung

Nach ihrem Tod entwickelte sich Black-Schmidt vor allem unter Fans von Detective Dad zu einer Kultfigur. Besonders in Deutschland und Israel wurden Wiederholungen der Serie erneut populär, und mehrere Dokumentationen beschäftigten sich mit der Geschichte der Produktion.

Bis heute gilt ihr Lebenslauf als eines der bekanntesten Beispiele für den schwierigen Übergang vom Kinderstar zum erwachsenen Schauspieler.